…zum Geleit!

22. Juni 2022
Kartonmodellbau ist nach meiner Auffassung (und nach derer vieler Enthusiasten) tatsächlich eine stille, liebenswerte und in vielerlei Hinsicht sehr wertvolle (Freizeit)beschäftigung.
Im Kontrast dazu bieten die Möglichkeiten moderner Kommunikationsmittel enormes Potential, auf die Authentizität dieser Beschäftigung Einfluß zu nehmen. (Es sei erlaubt dies in diesem Zusammenhang so zu bezeichnen.)
Wie dieses Potential genutzt wird, ist hinreichend bekannt und täglich zu studieren. Als Spielball virtueller Werkzeuge droht der Kartonmodellbau seine Authentizität (und damit seinen Zauber) gänzlich zu verlieren. Stille kann bereichernd sein für den, der sie zu schätzen vermag. Richtig zu schätzen ist Stille aber wohl erst dann, wenn man Lärm kennt. Übertragen auf den Kartonmodellbau ist es sicher unnötig, diese Methapher näher zu erläutern.
Daher: An dieser Stelle bzw. auf dieser »Plattform« präsentiere ich vor allem von mir entwickelte, produzierte oder auch nur von mir gebaute Modelle – in loser Folge, ohne Zeitdruck und vor allem: nur weil es mir Spaß macht! Letzendlich geht’s hier (nur) um das Hobby Kartonmodellbau.


Modellbauer, die nicht nur vorzeigbare Kartonmodelle zusammenbauen sondern auch mit der Kamera umgehen können und sachkundige Texte mit Esprit zustande bringen, sind herzlich eingeladen, hier mitzumachen. Funktionieren würde das in bester journalistischer Manier im Stile eines »Special Interest« Magazins. Eingesandte Bilder und Texte durchlaufen ein Lektorat und werden dann veröffentlicht. Ein Anspruch auf Veröffentlichung eingesandter Bilder und Texte besteht zwar naturgemäß nicht – wie dies alles auch ohne gegenseitige finanzielle Honorierung erfolgt. Wie sich das Projekt »Kartonmodellbau-Online« entwickelt, hängt zuallererst davon ab, wieviel meiner ohnehin knappen Ressourcen ich dafür verwenden kann.

Machen wir uns doch nichts vor: SATIRE ist dieser Tage wichtiger denn je, um nicht vollends ob des täglichen Wahnsinns verrückt zu werden!
Um Jochen Malmsheimer zu zitieren: Die gefühlte Arschlochdichte und Idiotenkonzentration, die Sackgesichtsüberfülle und Kackbratzendurchseuchung, die allgemeine, bimssteinerne Generalverblödung und präsenile Allgemeinabstumpfung, kurz: die cerebrale Fäulnis in diesem Land war, subjektiv gefühlt, immer schon hoch, aber nun läßt sich dieses trübe Faktum nicht mehr nur im Experiment nachweisen, sondern ist für uns alle, die wir über ein entwickeltes humanoides Sensorium, über Geist, Witz, Verstand und Geschmack verfügen, fühlbar im Freiland angekommen.
Und so [schreibe ich hier,] bereit, mich diesem geradezu enzephalen Unsinn in den Weg zu stellen: gegürtet mit dem Schwert der Poesie und gewandet in die lange Unterhose tröstenden Mutterwitzes. Denn wie schon Erasco von Rotterdam wußte: Wer oft genug an’s Hohle klopft, der schenkt der Leere ein Geräusch. (Zitatende)

Herzliche Grüße • mtp-studio • Thomas Pleiner – Oktober 2022


Zum Modell St. Paulus/Münster hier eine kurze Video-Sequenz:

 
 
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