Gierhardt, Peter

Über Peter Gierhardt ist vor allem aus dem Bereich des Kartonmodellbaus einiges bekannt. Er zählt zu den prägenden deutschen Konstrukteuren und Illustratoren moderner Kartonmodellbögen und war über viele Jahre eng mit dem J. F. Schreiber Verlag bzw. dem späteren Aue-Verlag verbunden. (Kartonmodellbau)

Zu seinen Schwerpunkten gehören insbesondere Architekturmodelle. Seine Konstruktionen verbinden eine hohe Vorbildtreue mit einer sehr sorgfältigen grafischen Ausarbeitung und zeichnen sich durch präzise Detaillierung sowie anspruchsvolle Bauanleitungen aus. In Fachkreisen gilt er als einer der Konstrukteure, die den Übergang vom klassischen Handzeichnen zur computergestützten Konstruktion maßgeblich mitgestaltet haben. Seine Arbeitsweise und Konstruktionstechniken wurden deshalb sogar in einem eigenen Fachbeitrag des Arbeitskreises Geschichte des Kartonmodellbaus (AGK) am Beispiel des Modellbogens „Maximilianeum“ untersucht. (Kartonmodellbau)

Bekannt wurde Peter Gierhardt insbesondere durch eine Vielzahl architektonischer Modelle. Nach der AGK-Datenbank sind mehr als 50 Modellbogen von ihm dokumentiert. (Kartonmodellbau)

Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehören unter anderem:

Neben Architekturmodellen konstruierte er auch Modelle aus anderen Themenbereichen, beispielsweise das ÖAMTC-Pannenfahrzeug oder das Segelschulschiff Gorch Fock. (Kartonmodellbau)

Der Arbeitskreis Geschichte des Kartonmodellbaus (AGK) widmete Peter Gierhardt in seinem Jahrbuch Heft 11 eine ausführliche Konstrukteursbiografie unter dem Titel „Peter Gierhardt – Konstrukteur und Illustrator“. Darüber hinaus erschien später ein weiterer Fachaufsatz, der sich mit seinem gestalterischen Ansatz und seinen digitalen Konstruktionstechniken auseinandersetzt. Dies unterstreicht seine Bedeutung innerhalb der Geschichte des deutschsprachigen Kartonmodellbaus. (Kartonmodellbau)

In der Kartonmodellbau-Szene wird Peter Gierhardt besonders für folgende Eigenschaften geschätzt:

  • hohe architektonische Genauigkeit,
  • außergewöhnlich sorgfältige grafische Gestaltung,
  • realistische Farbgebung und Texturierung,
  • sehr gute Passgenauigkeit seiner Konstruktionen,
  • die gelungene Verbindung klassischer Modellbaukunst mit modernen digitalen Entwurfsmethoden. (Kartonmodellbau)

…zum Geleit!

14. Mai 2026
Kartonmodellbau ist nach meiner Auffassung (und nach derer vieler Enthusiasten) tatsächlich eine stille, liebenswerte und in vielerlei Hinsicht sehr wertvolle (Freizeit)beschäftigung. Im Kontrast dazu bieten die Möglichkeiten moderner Kommunikationsmittel enormes Potential, auf die Authentizität dieser Beschäftigung Einfluß zu nehmen. (Es sei erlaubt dies in diesem Zusammenhang so zu bezeichnen.)
Wie dieses Potential genutzt wird, ist hinreichend bekannt und täglich zu studieren. Als Spielball virtueller Werkzeuge droht der Kartonmodellbau seine Authentizität (und damit seinen Zauber) gänzlich zu verlieren. Stille kann bereichernd sein für den, der sie zu schätzen vermag. Richtig zu schätzen ist Stille aber wohl erst dann, wenn man Lärm kennt. Übertragen auf den Kartonmodellbau ist es sicher unnötig, diese Methapher näher zu erläutern.
Daher: An dieser Stelle bzw. auf dieser »Plattform« präsentiere ich vor allem von mir entwickelte, produzierte oder auch nur von mir gebaute Modelle – in loser Folge, ohne Zeitdruck und vor allem: nur weil es mir Spaß macht! Letzendlich geht’s hier (nur) um das Hobby Kartonmodellbau.


Modellbauer, die nicht nur vorzeigbare Kartonmodelle zusammenbauen sondern auch mit der Kamera umgehen können und sachkundige Texte mit Esprit zustande bringen, sind herzlich eingeladen, hier mitzumachen. Funktionieren würde das in bester journalistischer Manier im Stile eines »Special Interest« Magazins. Eingesandte Bilder und Texte durchlaufen ein Lektorat und werden dann veröffentlicht. Ein Anspruch auf Veröffentlichung eingesandter Bilder und Texte besteht zwar naturgemäß nicht – wie dies alles auch ohne gegenseitige finanzielle Honorierung erfolgt. Wie sich das Projekt »Kartonmodellbau-Online« entwickelt, hängt zuallererst davon ab, wieviel meiner ohnehin knappen Ressourcen ich dafür verwenden kann.

 

Herzliche Grüße • mtp-studio • Thomas Pleiner – Mai 2026


Zum Modell St. Paulus/Münster hier eine kurze Video-Sequenz: